Erklärung des F.C. Hansa Rostock zur Stellungnahme des Vereinsmitglieds Kai-Uwe Theede zur Ausgliederung

2014 09 05 Information 750

18.04.2016 13:49 Uhr

Etwas mehr als drei Stunden nach dem positiven Mitgliedervotum zur Ausgliederung der Profi-Abteilung des F.C. Hansa Rostock, erreichte den Vorstand des F.C. Hansa am Sonntagabend eine Stellungnahme des Mitglieds Kai-Uwe Theede. Darin werden mehrere Anschuldigungen gegen den Investor Rolf Elgeti und die AG Ausgliederung vorgebracht. Unter anderem soll durch Rolf Elgeti eine Einflussnahme auf die „Arbeitsgruppe Ausgliederung“ erfolgt sein – in Form einer finanziellen Zuwendung.

„Auch wenn uns Herrn Theedes’ Mail erst am Sonntagabend um 19:19 Uhr erreicht hat und somit zu einem Zeitpunkt, zu dem nachvollziehbar die Geschäftsstelle nicht mehr besetzt war, haben wir selbstverständlich dennoch sofort versucht, den schweren Vorwürfen auf den Grund zu gehen. Allerdings wäre es wünschenswert und vielleicht auch moralische Pflicht eines Vereinsmitgliedes gewesen, solche schwerwiegenden Vorwürfe im Vorfeld der Ausgliederung oder aber spätestens während der außerordentlichen Mitgliederversammlung an den Vorstand und die anwesenden Beschuldigten heranzutragen. Darüber hinaus hatte jedes Mitglied die Möglichkeit, sich in die Arbeitsgruppe Ausgliederung einzubringen und damit aktiv selber die Zukunft des F.C. Hansa entscheidend mitzugestalten. Unverständlich bleibt auch, warum Kai-Uwe Theede zunächst die Öffentlichkeit gesucht hat, bevor er den Kontakt zu uns aufnahm“, so Hansa-Vorstandsmitglied Robert Marien.

Wie der F.C. Hansa Rostock in Erfahrung bringen konnte, hatte Kai-Uwe Theede seine Stellungnahme vor dem Versand an den F.C. Hansa bereits der regionalen Presse (Ostsee-Zeitung und BILD-Zeitung) zukommen lassen.
Die „Arbeitsgruppe Ausgliederung“ des F.C. Hansa Rostock, die sich aus verschiedenen engagierten Mitgliedern zusammensetzt und einen breiten Querschnitt der Mitgliederschaft des F.C. Hansa darstellt, erklärt dazu: „Eine Einflussnahme durch Herrn Elgeti hat es ebenso wenig gegeben wie Aufwendungen finanzieller oder materieller Art. Unsere Arbeitsgruppe hat unabhängig und nach den Grundsätzen der Vereinssatzung gearbeitet. Die erhobenen Vorwürfe sind unverschämt und entbehren jeder Grundlage. Eine solche Diffamierung ist nicht hinnehmbar. Wir behalten uns rechtliche Schritte vor.“

Rolf Elgeti äußert sich wie folgt zu den Anschuldigungen: „Das ist ein ungeheuerlicher Vorwurf, dem ich auf das Schärfste widersprechen möchte. Ich werde mich mit geeigneten juristischen Mitteln gegen diese Verunglimpfung meiner Person wehren. Den Mitgliedern der AG Ausgliederung kann ich nur das Gleiche raten. Dies ist meiner Meinung nach ein unfassbarer Schlag ins Gesicht dieser hochengagierten Vereinsmitglieder und ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.“

Am Sonntagabend um 20:58 Uhr erreichte den F.C. Hansa eine weitere Mail, in der Kai-Uwe Theede mitteilt: „Die Behauptung nehme ich mit Bedauern zurück. Im Übrigen bleibe ich bei meiner Stellungnahme.“

In ihrer heutigen Montags-Ausgabe greift die BILD-Zeitung (Region Mecklenburg-Vorpommern) in dem Artikel „95%! Ausgliederung perfekt! 10 Mio Schulden weg“ Herrn Theedes Stellungnahme auf, so dass die Behauptungen nun bedauerlicherweise auch zu einem öffentlichen Thema geworden sind.

Der F.C. Hansa muss davon ausgehen, dass die Richtigstellung Herrn Theedes die Redaktion der BILD-Zeitung nicht oder erst zu einem Zeitpunkt erreicht hat, zu dem die Ausgabe bereits im Druck war. Der F.C. Hansa wird sich heute mit der BILD-Zeitung in Verbindung setzen und sich dafür einsetzen, dass gemäß der journalistischen Sorgfaltspflicht schnellstmöglich eine korrekte Einordnung dieser Angelegenheit erfolgen wird, um den auch für den F.C. Hansa Rostock entstandenen Imageschaden, der nicht mehr vollständig rückgängig zu machen ist, zumindest minimieren zu können.

Am heutigen Montag (18.04.2016) hat Kai-Uwe Theede dem F.C. Hansa Rostock um 09:03 Uhr eine weitere Mail zukommenlassen, in der er seine Behauptung und die Vorwürfe gegen Rolf Elgeti und die AG Ausgliederung widerruft. Er „bedaure den Fehler aufrichtig“ und entschuldigt „sich zutiefst dafür“.

Hansa-Vorstandsmitglied Robert Marien: „Trotz des Widerrufs durch Kai-Uwe Theede selbst, ist es für uns äußerst ärgerlich, dass mit haltlosen Anschuldigungen die Arbeit und der Einsatz engagierter Mitglieder in einer solchen Weise mit Füßen getreten wurden. Dies ist einfach nicht akzeptabel.“


Erklärung des F.C. Hansa Rostock zur Stellungnahme des Vereinsmitglieds Kai-Uwe Theede zur Ausgliederung

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